Meta Quest 2 Test – Freiheit und Flexibilität mit Kompromissen

Die Meta Quest 2 auf dem Kopf unserer Testers
Die Meta Quest 2 überzeugte im testit-Test vor allem mit ihren inneren Werten. Beim Tragekomfort spürten wir den günstigen Preis.
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testit
2,4
gut
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2777 Bewertungen
272 Bewertungen
  • Vorteile
  • Ausreichend Speicher: Mit 256 GB internem Speicher, passen auch die größten Spiele auf die Brille
  • Herausragende Hardware: Haptik, Tracking und Knopf- bzw. Analogstick-Qualität sind überdurchschnittlich gut, vor allem für den aufgerufenen Preis
  • Einstellungsmöglichkeiten und die dazugehörige Oculus-App
  • Konkurrenzlos günstig: Die Quest 2 bietet für den Preis eines Mittelklasse-Smartphones eine vollwertige und autarke VR-Plattform mit ausgereifter Technik und flexiblen Anwendungsmöglichkeiten
  • Einfach autark: Kinderleichter Einstieg in die virtuelle Realität durch intuitive Bedienung, klare Menüführung, viele
  • Vorteile
  • Einfach autark: Kinderleichter Einstieg in die virtuelle Realität durch intuitive Bedienung, klare Menüführung, viele Einstellungsmöglichkeiten und die dazugehörige Oculus-App
  • Konkurrenzlos günstig: Die Quest 2 bietet für den Preis eines Mittelklasse-Smartphones eine vollwertige und autarke VR-Plattform mit ausgereifter Technik und flexiblen Anwendungsmöglichkeiten
  • Herausragende Hardware: Haptik, Tracking und Knopf- bzw. Analogstick-Qualität sind überdurchschnittlich gut, vor allem für den aufgerufenen Preis
  • Nachteile
  • K.O. beim Komfort: Das zweckmäßige Kopfband und die drei festen Augenabstände der Linsen sind kostensparende Kompromisse, die im Test sauer aufstießen
  • Abstriche bei Grafikqualität: Spiele laufen faktisch auf Smartphone-Hardware
  • Datenschutz-Debakel: Für die Nutzung ist zwingend ein Facebook-Account erforderlich. Meta trackt alle Daten und führt sie mit anderen Meta-Produkten wie WhatsApp, Instagramm etc. zusammen
  • Nachteile
  • K.O. beim Komfort: Das zweckmäßige Kopfband und die drei festen Augenabstände der Linsen sind kostensparende Kompromisse, die im Test sauer aufstießen
  • Abstriche bei Grafikqualität: Spiele laufen faktisch auf Smartphone-Hardware
  • Datenschutz-Debakel: Für die Nutzung ist zwingend ein Facebook-Account erforderlich. Meta trackt alle Daten und führt sie mit anderen Meta-Produkten wie WhatsApp, Instagramm etc. zusammen
Die Meta Quest 2 erwies sich im Test als eine herausragende VR-Brille, die in ihrem Preissegment ihresgleichen sucht. Allerdings hat Meta (ehemals Facebook) an einigen Stellen für unseren Geschmack ein wenig zu viel gespart. So schmerzt die Brille wegen der schlechten Kopfhalterung nach wenigen Minuten, der Ton der internen Lautsprecher ist nur eine Notlösung und beim Einstellen des Augenabstands gibt statt stufenloser Einstellung nur drei feste Abstände. Dafür überzeugen die vielen hochwertigen Exklusivtitel, frische Features wie das überraschend gute Handytracking und die Flexibilität sowie Einfachheit bei der Einrichtung. Die virtuelle Freiheit einer autarken VR-Brille macht die Quest 2 zu einem echt einzigartigen Produkt. Zusätzlich lässt sie sich auch an einen PC anschließen, um die volle Grafikqualität und eine riesige Spielauswahl via Steam VR und Spielen aus dem Oculus Store freizuschalten. Noch nie war der Einstieg in die VR-Welt so günstig, einfach und gut.
Die Meta Quest 2 erwies sich im Test als eine herausragende VR-Brille, die in ihrem Preissegment ihresgleichen sucht. Allerdings hat Meta (ehemals Facebook) an einigen Stellen für unseren Geschmack ein wenig zu viel gespart. So schmerzt die Brille wegen der schlechten Kopfhalterung nach wenigen Minuten, der Ton der internen Lautsprecher ist nur eine Notlösung und beim Einstellen des Augenabstands gibt statt stufenloser Einstellung nur drei feste Abstände. Dafür überzeugen die vielen hochwertigen Exklusivtitel, frische Features wie das überraschend gute Handytracking und die Flexibilität sowie Einfachheit bei der Einrichtung. Die virtuelle Freiheit einer autarken VR-Brille macht die Quest 2 zu einem echt einzigartigen Produkt. Zusätzlich lässt sie sich auch an einen PC anschließen, um die volle Grafikqualität und eine riesige Spielauswahl via Steam VR und Spielen aus dem Oculus Store freizuschalten. Noch nie war der Einstieg in die VR-Welt so günstig, einfach und gut.

Nachdem uns die HP Reverb G2 im Test schon begeistert hatte, mussten wir auch die Quest 2 von Meta (ehemals Facebook) ausprobieren. Also haben gleich mehrere Redakteur:innen die Quest 2 auf Herz und Nieren getestet. Wir sind in diversen Spielen an unsere psychischen und physischen Grenzen gestoßen, haben uns im Arbeitsalltag an virtuelle Konferenztische gesetzt und sind in das neue Metaverse abgetaucht. 
Im Test stießen wir auf unerwartete Hindernisse, erkundeten neue Welten und waren am Ende zwiegespalten.

Der Meta Quest 2 Test im Überblick

Das Beste an der Meta Quest 2
  • Einfach autark: Kinderleichte Einrichtung (Facebook-Account vorausgesetzt) intuitive Bedienung, klare Menüführung, viele Einstellungsmöglichkeiten und die dazugehörige Oculus-App machen den Einstieg in die virtuelle Realität mit der Quest 2 sehr einfach.
  • Konkurrenzlos günstig: Die Quest 2 ist eine günstige, vollwertige und autarke VR-Plattform mit ausgereifter Technik und flexiblen Anwendungsmöglichkeiten, die sich aber für Meta über das Sammeln von Nutzerdaten refinanziert
  • Virtueller Allrounder: Meta investiert viel in das eigene Ökosystem und bietet viele hochwertig produzierte Spiele und Erlebnisse. Selbst Videokonferenzen wurden mit den Kollegen in VR ein unterhaltsames und produktives Erlebnis.
  • Das Beste aus beiden Welten: Mit einem langen USB-C-Kabel oder via WLAN-Verbindung lassen sich auch hochwertige Spiele von Oculus aus dem Oculus Store für PC oder aus SteamVR spielen. Im Test klappte dies relativ reibungslos.
Die Nachteile der Meta Quest 2

K.O. beim Komfort: Das eher zweckmäßige Kopfband und die drei festen Augenabstände der Linsen sind kostensparende Kompromisse. Während des Tests haben fast alle Redakteur:innen bessere Kopfbänder kaufen müssen, um länger als 10 Minuten in VR verbringen zu können.

Facebook-Konto notwendig: Ohne Facebook-Konto ist die Meta Quest 2 schlichtweg unbenutzbar. Zudem nimmt sich der Meta-Konzern die Freiheit raus, sämtliche gesammelte Daten außerhalb der EU zu verwerten und sie mit seinen anderen Services im Hintergrund zu koppeln.

Die Vorteile der Meta Quest 2

Der entscheidendste Vorteil der Meta Quest 2 wurde im Test schnell deutlich: Ihre Flexibilität und die geringen Einstiegshürden

Das fängt beim Preis an. Ein vollwertiges VR-System zum Preis eines Mittelklasse-Smartphones steht in keinem Verhältnis zu den über tausend Euro, die für eine PC-VR-Brille und den leistungsfähigen PC oder Laptop notwendig sind. Selbst VR-Brillen von Spielekonsolen sind deutlich teurer.

Weiter geht es mit der problemlosen Einrichtung. Einen Facebook-Account und ein Smartphone mit Internetverbindung vorausgesetzt, ist diese nach nur 10 Minuten abgeschlossen, inklusive Minispielchen zur Erklärung der Steuerung. Anschließend findet man sich im übersichtlichen und individualisierbaren Home-Menü wieder. 

Außerdem ließ sich Quest 2 im Test nach einem Raumwechsel in jedem Bereich blitzschnell einrichten. Ein kurzes Zeichnen durch die Luft mit den Controllern in der Brille und der Spielbereich samt Schutzgrenzen war startklar. Wiederkehrende Räume werden auf der Quest gespeichert und bei erneutem Betreten erkannt. Ein starker Kontrast zum Ablaufen der Grenzen mit der VR-Brille in der Hand, wie es bei der HP Reverb G2 bzw. Windows Mixed Reality nötig ist.

Kompromisslose Controller

Die Controller liegen wunderbar in der Hand, werden zuverlässig von den vier Kameras der Quest 2 erkannt und haben mit nur einer AA-Batterie eine unglaublich lange Akkulaufzeit. Wir konnten im Dauereinsatz über mehrere Wochen lediglich 10 Prozent der Akkuladung der beiden Controller verbrauchen.

Content-König – Aufwendige Spiele, preisgekrönte VR-Videos und frische Experimente

Ebenfalls flexibel gestaltet sich die Spielauswahl. Direkt im Home-Menü oder via Smartphone-App lassen sich alle möglichen Spiele, Filme und Anwendungen herunterladen und kaufen. Da als Basis eine stark angepasste Version von Android auf der Quest 2 läuft, sind die Menü-Struktur, Symbole und Einstellungsmöglichkeiten intuitiv und eingängig. Wir fanden uns nach kurzer Eingewöhnungszeit zurecht. Die Steuerung via Pointer der Controller bereitet bei der Suche nach neuen coolen VR-Erfahrungen Freude.

Erfreulicherweise unterstützt Meta mit dem App-Lab auch Anwendungen, die sich noch in der Beta-Phase der Entwicklung befinden oder einfache neuartige Spielkonzepte ausprobieren. Viele dieser Lab-Apps können kostenlos geladen werden. Die Installation erfolgt problemlos über den offiziellen Store.

Grundsätzlich sind die Spiele auf der Quest natürlich limitiert, da sie auf einem Smartphone-Chip in der Brille berechnet werden. Bei schlichter Grafik wie z.B. in Beat Saber, Journey of the Gods oder Resident Evil 4 VR merkt man jedoch kaum einen Unterschied zu den PC-Versionen. Doch auch hier ist die Quest extrem flexibel.

Die Meta Quest 2 im Test eines testit-Redakteurs
Die Quest ließ uns einige Mal staunen. Die Grafik der Spiele ist für einen Smartphone-Chip unglaublich beeindruckend.

Befindet sich ein Gaming-PC oder Gaming Laptop im Raum, lässt sich Metas Quest 2 auch via ausreichend langem USB-C-Kabel (Oculus Link) oder via WLAN (Oculus Air Link) als PC-VR-Brille nutzen. Nahezu alle Steam VR-Spiele lassen sich so spielen. Ein guter WLAN-Router mit 5 GHz-Netzwerk und eine geringe Distanz von ein paar Metern sind allerdings die Voraussetzung. Das Kabel sollte lang, stabil und dem USB 3.1-Standard entsprechen. Entscheidend ist aber auch der passende Standard am Anschluss vom PC oder Mainboard.

Weiterhin bietet Oculus einen eigenen PC-Store mit einigen PC-exklusiven Spielen wie Asgard’s Wrath, Lone Echo oder Stormland. 

Im Test mit einem modernen Gaming-PC war die Übertragung aufgrund der Kompression manchmal etwas unsauber, Bildwiederholungsrate, Auflösung, Tracking- und Bildqualität überzeugten jedoch auf ganzer Linie. Selbst anspruchsvolle Spiele wie Half Life Alyx, Microsoft Flugsimulator 2021, Beat Saber, Boneworks oder The Lab waren flüssig und kabellos spielbar. Die Einrichtung erfolgte überraschend problemlos.

Preis-Leistungs-Tipp
Quest 2 (128GB)
testit
2,4
gut
272 Bewertungen
(272)
  • Einfach autark: Kinderleichter Einstieg in die virtuelle Realität durch intuitive Bedienung, klare Menüführung, viele Einstellungsmöglichkeiten und die dazugehörige Oculus-App
  • Konkurrenzlos günstig: Die Quest 2 bietet für den Preis eines Mittelklasse-Smartphones eine vollwertige und autarke VR-Plattform mit ausgereifter Technik und flexiblen Anwendungsmöglichkeiten
  • Herausragende Hardware: Haptik, Tracking und Knopf- bzw. Analogstick-Qualität sind überdurchschnittlich gut, vor allem für den aufgerufenen Preis

Weitere Besonderheiten der Meta Quest 2

Ziemlich einzigartig ist die Erfassung der Hände in der Virtual Reality. Die Kameras der Oculus Quest 2 tracken die Hände im Raum und stellen deren virtuelles Abbild dar. Dabei werden die einzelnen Finger und diverse Gesten erkannt, die bei der Menüführung helfen. Im Test scheiterte die Erkennung hin und wieder in den einzelnen Apps, machte in dieser frühen Phase aber insgesamt einen guten Eindruck. In Meetings verstärken die kleinen Bewegungen der Hände gesprochene Sätze sehr deutlich.

Auch das Nutzen des Schreibtisches in VR, den man vorher einzeichnet, ist sehr gelungen und ermöglicht theoretisch das Arbeiten in der virtuellen Realität, da sich der Desktop eines PC mithilfe eines kleinen Programms in die VR-Brille streamen lässt. Auf MacBooks mit M1-Chip läuft das Programm aber leider noch nicht. Die Tastaturen von neueren MacBooks und ausgewählte Modelle von Logitech werden sogar nativ von den Kameras erfasst und als virtuelle Modele abgebildet. Das funktionierte im Test und in diversen Meetings sehr zuverlässig – auch mit M1-Geräten.

Der Akku der Quest 2 hielt dabei überraschend lange durch. Im voll besetzten Meetingraum waren es eine bis eineinhalb Stunden mit Fingertracking. Kleinere Spiele konnten locker drei Stunden gespielt werden. Bei grafisch aufwendigen Titeln oder dauerhaften Multiplayerrunden waren im Test knappe zwei Stunden drin. Am mitgelieferten USB-C-Netzteil brauchte die Quest 2 ca. zweieinhalb Stunden für hundert Prozent Akkuladung. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.

Die Nachteile der Meta Quest 2

Die Meta Quest ist das mit Abstand günstigste autarke VR-System auf dem Markt. Meta refinanziert sich die Kosten der Hardware aber mit Daten. So ist beim Einrichten der Brille ein Facebook-Account zwingend notwendig. In Sachen Datenschutz erlaubt sich der Konzern jegliche Nutzerdaten weiter zu verwerten und plattformübergreifendes Tracking zu nutzen, sofern man dies nicht direkt in den Einstellungen bei Facebook ändert.

In Deutschland offiziell nicht im Handel erhältlich

Seit September 2020 ist die Quest 2 auf dem Markt, doch wurde sie von Meta noch nie offiziell in Deutschland verkauft. Der Kauf muss in Deutschland über Dritthändler erfolgen, deren Preise wegen des Imports etwas höher sind.

Das Bundeskartellamt geht bereits seit 2019 gegen Meta vor. Der Fall wurde vom Oberlandesgericht Düsseldorf behandelt. Facebooks Ankündigung, die Nutzerdaten verschiedener Facebook-Dienste wie WhatsApp, Instagram, Oculus und Facebook in einem zentralen Konto zusammenzulegen, rief die Datenschützer des BKA auf den Plan. 

Im August 2020 kündigte Facebook an, dass neue VR-Brillen von Oculus ausschließlich mit einem Facebook-Konto in Betrieb genommen werden dürfen. Zum Marktstart der Oculus Quest 2 im Oktober wurde sie gar nicht erst in Deutschland verkauft. 

Mit der Inkraftsetzung der Datenschutzgrundverordnung erlangt der Konflikt eine europäische Ebene. Laut der DSGVO ist ein Vermengen von Daten mehrere digitaler Dienste nicht zulässig (Art 7, Abs. 4).

Seit März 2021 wird vom Europäischen Gerichtshof behandelt. Mit einem Urteil des EuGH ist nicht vor 2023 zu rechnen. Der Verkaufsstopp in Deutschland hat weiterhin Bestand.

Außerdem mag Metas Quest zwar erschwinglich sein, doch beim Kauf solltest du zwei Zubehörteile direkt dazu bestellen: Ein besseres Kopfband und kabelgebundene Kopfhörer.

Allen Tester:innen drückte die VR-Brille schon nach kurzer Zeit unangenehm auf die Nase, Stirn oder die Wangen. Das beiliegende Kopfband ist eine ganz klare Kostenersparnis und als absolute Notlösung anzusehen. Wir kauften uns während des Tests das offizielle Elite Strap und diverse Alternativen von Drittherstellern, welche alle den Tragekomfort merklich steigerten. Die Kosten für ein besseres Kopfband sollte man am besten direkt mit einplanen.

Eine weitere Ersparnis ist die Audiolösung. Die eingebauten Lautsprecher in den Bügeln des Kopfbands klingen zwar überraschend gut und erlauben mit den zwei Mikrofonen einen sauberen Sprachchat, reichen aber nicht für immersive VR-Erlebnisse. Selbst bei einer kleinen Runde Beat Saber oder Resident Evil 4 VR vermissten wir die Tiefen und die Lautstärke von echten Kopfhörern. 

Mit verbundenen Bluetooth-Kopfhörern fangen Spiele an zu ruckeln

Überraschend war auch, dass die Quest 2 das Verbinden von Bluetooth-Kopfhörern offiziell nicht unterstützt und die Bluetooth-Kopplung unter den experimentellen Funktionen versteckt. Nach dem Testen mit diversen Kopfhörern wurde uns dann klar warum: Die Verzögerung des Tons ist enorm und direkt spürbar. Zusätzlich litt die Performance mancher Spiele und ein deutliches Ruckeln war festzustellen. Schade, denn dadurch bleibt nur der 3,5 mm Klinkenanschluss an der Seite für Kopfhörer, wodurch immer ein Kabel am Headset baumelt bzw. befestigt werden muss.

Der dreistufig einstellbare Augenabstand der Linsen
Die festen Stufen der Augenabstände lassen manche Nutzer nicht klar sehen.

Der letzte Negativpunkt in Bezug auf die Ersparnis sind Einstellbarkeit der Linsen. Das Display in Verbindung mit den Linsen bietet mit 1832 x 1920 Pixeln pro Auge eine angenehme Auflösung, kommt aber nicht an die Schärfe der HP Reverb G2 heran. Aufgrund des Preises ist das aber zu verschmerzen.
Regelrecht ärgerlich ist hingegen, dass sich der Augenabstand der Linsen nicht stufenlos verstellen lässt. Dieser ist auf drei Stufen festgelegt (58 mm, 63 mm und 68 mm). Das erschwert das Finden des Punktes, wo das Display am klarsten ist. Ein Redakteur lag genau zwischen Stufe 2 und 3 und bekam das Bild z.B. nie perfekt scharf.

Unser Testfazit zur Meta Quest 2

Die Oculus Quest 2 ist schlichtweg konkurrenzlos und der optimale Einstieg in die VR-Welt. Die technische Ausführung erwies sich im Test als weitestgehend sauber mit wenigen Fehlern oder Unannehmlichkeiten. Meta hat die Brille und ihre Software so konzipiert, dass es erfreulich wenige Hindernisse gibt. Das fängt bei der reibungslosen Einrichtung an, geht über die atemberaubende Auswahl an Spielen und Erfahrungen und endet mit experimentellen Funktionen wie dem Hand-Tracking, den VR-Konferenzen und frischen Apps im App Lab.
Da verwunderte es uns umso mehr, dass die Kosteneinsparungen beim Komfort so massiv waren. Neue VR-Nutzer und VR-Veteranen werden sich über das schlechte Kopfband, die festen Stufen beim Augenabstand und den etwas dünnen Sound gleichermaßen ärgern.

Am Ende unseres Test sahen wir eine kostengünstige VR-Brille, die uns viel Freude bereitet hat. Hier und da fühlten sich die Ausflüge in neue virtuellen Welten noch etwas unrund an, doch die Einfachheit und Flexibilität machen die Quest 2 zu einer echten Kaufempfehlung.

Noch nie war es so einfach, den Zauber von VR in derartiger Qualität zu erleben.

Preis-Leistungs-Tipp
Quest 2 (128GB)
testit
2,4
gut
272 Bewertungen
(272)
  • Einfach autark: Kinderleichter Einstieg in die virtuelle Realität durch intuitive Bedienung, klare Menüführung, viele Einstellungsmöglichkeiten und die dazugehörige Oculus-App
  • Konkurrenzlos günstig: Die Quest 2 bietet für den Preis eines Mittelklasse-Smartphones eine vollwertige und autarke VR-Plattform mit ausgereifter Technik und flexiblen Anwendungsmöglichkeiten
  • Herausragende Hardware: Haptik, Tracking und Knopf- bzw. Analogstick-Qualität sind überdurchschnittlich gut, vor allem für den aufgerufenen Preis

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